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Matthäus 4,1-11

In jener Zeit
wurde Jesus vom Geist in die Wüste geführt;
dort sollte er vom Teufel versucht werden.
Als er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte,
hungerte ihn.

Da trat der Versucher an ihn heran
und sagte: Wenn du Gottes Sohn bist,
so befiehl, dass aus diesen Steinen Brot wird.

Er aber antwortete:
In der Schrift heißt es:
Der Mensch lebt nicht vom Brot allein,
sondern von jedem Wort, das aus Gottes Mund kommt.

Darauf nahm ihn der Teufel mit sich in die Heilige Stadt,
stellte ihn oben auf den Tempel
und sagte zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist,
so stürz dich hinab;
denn es heißt in der Schrift:

Seinen Engeln befiehlt er um deinetwillen,
und: Sie werden dich auf ihren Händen tragen,
damit dein Fuß nicht an einen Stein stößt.

Jesus antwortete ihm:
In der Schrift heißt es auch:
Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht auf die Probe stellen.

Wieder nahm ihn der Teufel mit sich
und führte ihn auf einen sehr hohen Berg;
er zeigte ihm alle Reiche der Welt mit ihrer Pracht
und sagte zu ihm:
Das alles will ich dir geben,
wenn du dich vor mir niederwirfst und mich anbetest.

Da sagte Jesus zu ihm:
Weg mit dir, Satan! Denn in der Schrift steht:
Den Herrn, deinen Gott, sollst du anbeten
und ihm allein dienen.

Darauf ließ der Teufel von ihm ab
und siehe, es kamen Engel und dienten ihm.

© Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart, Hrsg.: (Erz-)Bischöfe Deutschlands, Österreichs, der Schweiz u.a.Herausgebender Verlag: Katholische Bibelanstalt GmbH, www.bibelwerk.de, Katholische Bibelwerke in Deutschland, Österreich, Schweiz

 

Und führe uns nicht in Versuchung

Wer kennt sie nicht – diese leise Stimme:
„Hauptsache, dir geht es gut. Nur dieses eine Mal.
Oder: So schlimm ist das doch nicht.“

Gerade hat die Fastenzeit begonnen –
und schon wird sie lauter.
Die Wüste ist näher, als wir denken.

Gut zu wissen, dass auch Jesus dem ausgesetzt war.
Er kennt den Hunger.
Er kennt den Kampf.
Das macht ihn so menschlich.

Und es zeigt:
Wer weiß, worauf es ankommt, kann widerstehen.
Die Versuchung verschwindet nicht.
Aber sie verliert ihre Macht,
wenn wir wissen, wovon wir leben.